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EINLADUNG

EINE WOCHE FÜR GERECHTIGKEIT

Anhörung im Prozess gegen KiK am 29. November 2018 –
Pakistanische Kläger_innen sprechen in Genf, Dortmund und Rom
 

26. November: Genf, 28.-29. November: Dortmund/Bochum,
3. Dezember: Rom

Bitte merken Sie sich den Termin vor – eine Einladung mit Programm und Details zur Anmeldung erhalten Sie in Kürze.


Von Pakistan über Deutschland nach Italien – der Weg der Überlebenden und Betroffenen des Fabrikbrands bei Ali Enterprises in Karatschi (Pakistan) ist in jeder Hinsicht lang. Am 11. September 2012 starben mehr als 250 Arbeiter_innen weil Brandschutz und Fluchtwege in der Fabrik miserabel waren. Jetzt fordern die Betroffenen Gerechtigkeit – auch in Deutschland und Italien. Denn Ali Enterprises produzierte vorwiegend für das deutsche Textilunternehmen KiK und erhielt nur wenige Wochen vor dem Brand vom italienischen Prüfdienstleister RINA ein Gütesiegel für die Sicherheitsstandards in der Fabrik.

Kurze Zeit nach dem Brand in Pakistan stürzte der Fabrikkomplex Rana Plaza in Dhaka (Bangladesch) ein. Mehr als 1.130 Arbeiter_innen starben. Der Fabrikbrand in Karachi und der Fabrikeinsturz in Dhaka sind exemplarisch für die Haftungsmängel in Lieferketten für den nordamerikanischen und europäischen Markt. Für den Konsum im Globalen Norden bezahlen im Globalen Süden Menschen mit ihrem Leben. Immerhin: Beide Fälle rüttelten die Öffentlichkeit im globalen Norden auf. Im Globalen Süden schlossen sich Arbeiter_innen, lokale Verbände und Betroffenenorganisationen mit internationalen Hilfs-, Kampagnen- und Menschenrechtsorganisationen zusammen. Gemeinsam nutzen sie verschiedene rechtliche Mittel und Wege, kämpfen für Gerechtigkeit für die Überlebenden und Hinterbliebenen.

Eine dieser rechtlichen Interventionen ist die Zivilklage von pakistanischen Betroffenen gegen KiK in Deutschland. Am 29. November 2018 wird das Landgericht Dortmund den Fall erstmals mündlich verhandeln. Die Kläger_innen werden aus Pakistan anreisen, um an dem Prozess teilzunehmen und sich persönlich an die deutsche Öffentlichkeit zu wenden. Zuvor sprechen sie in Genf auf bei der Eröffnung des jährlichen UN-Forums für Wirtschaft und Menschenrechte.

Nach der Anhörung in Dortmund reisen die Betroffenen weiter nach Rom, zu einem Gespräch mit der Nationalen Kontaktstelle (NKS) für OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen. Im September 2018, am sechsten Jahrestag des Brandes, hatten die Pakistaner_innen gemeinsam mit einer Koalition internationaler Organisationen dort eine OECD-Beschwerde gegen RINA eingereicht.

Auf ihrer Reise durch Europa berichten die pakistanischen Kläger_innen in einer Reihe von Foren und Veranstaltungen über ihren Fall sowie über die transnationalen Strategien im Kampf um Gerechtigkeit für die Arbeiter_innen in den globalen Lieferketten.


PROGRAMM: EINE WOCHE FÜR GERECHTIGKEIT


26. November 2018, Genf

10.00 Uhr: UN-Forum für Wirtschaft und Menschenrechte


28. November 2018, Dortmund/Bochum

10.00 Uhr: Pressekonferenz, Theater Dortmund

12.30 Uhr: Symposium, Ruhr-Universität Bochum (D/EN):
Strategies of Justice – Fighting Factory Disasters in South Asia

20.00 Uhr: Abendveranstaltung (D/EN), Schauspiel Dortmund


Mit

29. November 2018, Dortmund

10.00 Uhr: Kundgebung vor dem Landgericht Dortmund
12.00 Uhr: Öffentliche Anhörung, Landgericht Dortmund

3. Dezember 2018, Rom
10.30 Uhr: Pressekonferenz
Mit

In Kürze erhalten Sie eine Einladung mit dem vollständigen Programm und Details zur Anmeldung.


Kontakt:
ECCHR - European Center for Constitutional and Human Rights, Anabel Bermejo - Tel.: +49 (0)30 6981 9797, E-Mail: bermejo@ecchr.eu
medico international, Dr. Thomas Seibert: Tel.: +49 (0)160 97557350, E-Mail: seibert@medico.de
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